Die markante blaue Aura der schwarzen Energie

Biotik bezeichnet die seltene Fähigkeit von Lebewesen, über einen elektrischen Gehirnimpuls die dunkle Energie zu manipulieren und ein Masseneffektfeld zu erzeugen. Lebewesen mit biotischen Fähigkeiten benötigen intensives Training und chirurgisch implantierte Verstärker, um praktisch nutzbare Masseneffektfelder zu erzeugen. Die jeweilige Stärke der biotischen Fähigkeiten variiert zwischen den Völkern und den jeweiligen Trägern.
Es gibt drei verschiedene Arten biotischer Kräfte: Bei der Telekinese können Objekte mit Hilfe massenverringernder Kräfte angehoben und bewegt werden. Mit Hilfe massenvergrößernder kinetischer Felder können Objekte wiederum fixiert und als Blockade eingesetzt werden. Und schließlich können Massenfelder mit Verzerrungskräften Objekte auseinanderreißen.
Die meisten organischen Lebewesen sind in der Lage, biotische Fähigkeiten zu entwickeln. Allerdings sind dabei auch Risiken involviert. Biotische Fähigkeiten werden geweckt, indem man Babys noch in der Gebärmutter Element-Zero aussetzt. Zumeist hat dies eine tödliche Krebserkrankung zur Folge. Aber in seltenen Fällen bilden sich im Nervensystem des Fötus‘ auch neue Synapsen.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die biotischen Implantate und Verstärker allein bieten dem Biotiker nur die Möglichkeit, kohärente Masseneffektfelder zu erzeugen. Ob und wie gut sie diese zustande bringen, ist von ihrer Ausbildung abhängig.
Biotiker müssen lernen, ihr Nervensystem bewusst zu kontrollieren und gezielte elektrische Impulse an die Element-Zero-Knoten in ihrem Nervensystem zu senden. Bei ihrer Ausbildung lernen die Biotiker, ihre Implantate und Verstärker mit Hilfe von „Bio-Feedback Geräten und Mnemotechniken“ einzusetzen. Die einzelnen Fähigkeiten werden durch Gesten oder Muskelkontraktion ausgelöste Impulse an das entsprechende Nervenbahnsegment aktiviert.

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Das erste Unternehmen, das ein solches Biotiker-Ausbildungsprogramm entwickelte, war Conatix Industries mit dem "Biotic Acclimation and Temperance Training". Das BAaT-Programm lieferte zwar nicht die gewünschten Resultate, aber Teile dieser Techniken werden auch heute noch verwendet.
Zurzeit beschäftigen sich viele menschliche Institutionen damit, neue biotische „Superfähigkeiten“ zu entwickeln. Dies dient vor allem dem Ziel, den Truppen zu mehr Flexibilität zu verhelfen. Allerdings gibt es auch von der Öffentlichkeit verborgen agierende Gruppen, die auf skrupellose Weise versuchen, eine Art „Übermensch“ zu erschaffen.

Siehe auch: Ascension-Projekt

Vorteile und Folgen für die Träger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Träger biotischer Fähigkeiten genießen eine Reihe außergewöhnlicher Vorteile. Aber das ist zum Teil auch mit Unannehmlichkeiten verbunden. Dazu zählt maßgeblich die Frage ausreichender Ernährung. Die Energie zur Erzeugung biotischer Masseneffekte wird aus dem Stoffwechsel gewonnen. Aktive Biotiker sind daher für ihren ausgeprägten Hunger bekannt. Während normale Allianzsoldaten eine tägliche Nahrungsration mit 3000 Kalorien beziehen, erhalten Biotiker 4500 Kalorien und zusätzlich einen hochwertigen Energy-Drink, um sich nach harten Einsätzen schneller zu erholen.
Auch die statische Aufladung kann sich störend auswirken. Genauso wie die Antriebskerne eines Raumschiffes bauen Biotiker eine statische Ladung auf, die entladen werden muss. Dies geschieht durch kleine Entladungen, wenn Biotiker Metall berühren.
Aber die unangenehmsten Begleitfolgen für Biotiker sind die Unterstellung und Missgunst ihrer Umwelt. Eines der weit verbreitetsten Vorurteile ist, dass Biotiker Gedanken lesen und manipulieren können. Für Menschen, die aus philosophischen oder religiösen Gründen Gen-Modifikationen und kybernetische Eingriffe ablehnen, repräsentieren Biotiker die Abkehr der Menschheit von ihrer eigentlichen Bestimmung. Beim Militär dagegen werden Biotiker gerne aufgenommen. Hier erhalten sie unter Umständen sogar höheren Sold als „normale“ Soldaten.

Biotik bei verschiedenen Spezies[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Menschen die Biotik entdeckten, wurden die Kinder, die sie benutzen konnten, auf die Gagarin-Station gebracht. Dort hatte Conatix Industries "Experten" (u.a. Söldner) angeheuert, um die Kinder zu trainieren, mit unter anderem sehr fraglichen Methoden. Viele der Kinder wurden gegen ihren Willen auf die Station gebracht, der Kontakt zur Familie und zur Außenwelt wurde unterbunden. Als eines der Kinder dem Ausbilder Vyrnnus aus Notwehr das Genick brach, wurde das Projekt von der Allianz übernommen und läuft nun unter dem Namen Ascension-Projekt.

Auch Cerberus hat an der Biotik geforscht. Einige biotisch begabte Kinder wurden entführt oder unter falschen Vorgaben vor den Eltern für tot erklärt. Auf Pragia, in der Anlage Teltin wurden einige brutale Experimente an Kindern durchgeführt, um mögliche Behandlungen herauszufinden. Erfolgversprechende Behandlungen wurden bei Subjekt Zero durchgeführt, mit dem Ziel, eine ultimative Biotikerin heranzuzüchten. Als Subjekt Zero entkam, wurde die Anlage geschlossen und aufgegeben. Es überlebte nur Subjekt Zero und ein anderes Kind. Nachdem die Anlage geschlossen wurde, versuchte Der Unbekannte, das Ascension-Projekt zu infiltrieren. Das unfreiwillige Testobjekt war Gillian Grayson, jedoch flog die Sache auf bevor Cerberus die Ergebnisse hatte und der Cerberus-Agent, der sie überwacht hatte, wurde verhaftet.

Menschliche Biotiker haben mit diversen Vorurteilen zu kämpfen, sie werden von vielen Menschen gemieden. Beim Militär werden sie hingegen gern gesehen und erhalten unter Umständen höheren Lohn. Es kann in sehr seltenen Fällen auch vorkommen, dass Biotik eines Menschen so stark ist, dass er nicht an der Grissom Akademie ausgebildet werden kann. Im Fall von Cora Harper wurde diese dann über ein Kulturaustauschprogramm zu den Asari geschickt.

Turianer sind Biotikern gegenüber noch misstrauischer, obwohl, oder gerade weil es wenige bei ihnen gibt. Sollte bei einen von ihnen die Biotik "erwachen", werden sie von der Gruppe entfernt und der Eliteeinheit Kabale zugeteilt, um sie von den regulären Einheiten fernzuhalten. Obwohl es eigentlich eine Ehre sein sollte, in dieser Einheit zu sein, fühlen sich einige von ihnen, wie Nyreen Kandros, eher wie weggesperrt und verlassen die Armee.

Die Asari haben alle als einzige bekannte Spezies von Natur aus biotische Fähigkeiten. Sie brauchen somit keine Implantate. Als damit einzige Spezies, die komplett aus Biotikern besteht, sind die Asari wahrscheinlich gleichzeitig auch die stärksten. Alle Asari-Schulen haben Biotikunterricht, die Regierung hält viele Kommando-Einheiten in Bereitschaft.

Bei den Kroganern ist Biotik heutzutage selten. Biotiker sind oft in der Rolle des Anführers, sei es bei den Klans oder bei Söldnern, wie z.B. dem Blood Pack. Der Grund ist, dass die Kroganer die Biotiker fürchten und diese Furcht führt zur Beförderung. Kroganer lieben den Kampf und verbinden ihre Biotik oft mit Gewehren oder vorzugsweise mit Schrotflinten. Sie sind furchterregende Krieger. Zur Zeit der Kroganische Rebellionen konnten die Kroganer sogar mit Operationen nicht Biotiker zu Biotikern machen. Dies war aber mit einer hohen Sterblichkeitsrate verbunden, weswegen dies nach der Freisetzung der Genophage eingestellt wurde.

Abgesehen von dem Attentäter Thane Krios, gibt es nur wenig Informationen über Biotik bei den Drell. Es ist auch nicht bekannt, ob Krios wegen seines Biotik-Talents ausgebildet wurde.

Wie bei den Drell ist es auch bei den Volus wenig über Biotiker bekannt. Da sie aber kaum kämpferische Fähigkeiten besitzen, spielt das im Kampf keine große Rolle.

Es ist bekannt, dass es bei den Batarianern Biotik gibt. Das Ausmaß oder die Rolle der Biotik in deren Gesellschaft weiß man aber nicht.

Bei den Salarianern spielt Biotik im normalen Militär keine Rolle. Salarianer mit biotischen Fähigkeiten gelten als für die Front zu wertvoll und werden daher für Geheim- und Aufklärungsaufgaben abgestellt.

Javik konnte ebenfalls Biotik einsetzen und meinte, dass die Protheaner den Asari diese Fähigkeit durch genetische Modifizierung gaben. Demnach hatten die Protheaner gegenüber Biotikern wohl keine Vorbehalte. Die Fähigkeit, durch Berührung und Rückstände in einem Raum auf Erinnerungen und Gefühle zuzugreifen, oder sogar in die Gedanken Anderer einzudringen, ist dem Verschmelzen der Asari durchaus ähnlich. Ansonsten ist nicht viel über Biotik im protheanischen Reich bekannt. Bemerkenswert ist aber, dass die biotischen Felder der Protheaner grün waren.

Über Biotik bei den Quarianern, Hanar und den Elcor ist nichts bekannt.

Bioverstärker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Biotiker manipulieren Masseneffektfelder mit Hilfe von Element-Zero-Knoten, die in ihrem Nervensystem eingebettet sind und auf elektrische Impulse des Gehirns reagieren. Über Verstärker können die Biotiker die Knoten synchronisieren und so Felder entstehen lassen, die stark und weitreichend genug für einen praktischen Einsatz sind. Verstärker können eine spezielle Fähigkeit oder ein Talent verbessern.
Ein Implantat ist ein chirurgisch verpflanzter Interface-Port, in den die Verstärker eingesteckt werden können. Bei Menschen wird dieser Port aus praktischen Gründen meist am Hinterkopf eingesetzt. Allerdings müssen die Träger darauf achten, dass er nicht verschmutzt.
Implantat-Ports können eine Vielzahl von Verstärkern aufnehmen. Zudem gibt es auch einen wachsenden Markt für Modifikationen und Zusatzmodule. Die qualitativ hochwertigsten Implantate und Verstärker werden von den Asari gebaut. Aber auch die L3-Implantate der Allianz, die zum ersten Mal im Jahr 2170 verpflanzt wurden, gelten als technologisch fortschrittlich.

Roter Sand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht-Biotiker können durch den Konsum einer hochgradig ansteckenden Droge, genannt Roter Sand, für kurze Zeit sehr schwache biotische Fähigkeiten erhalten. Die genaue chemische Zusammensetzung ist nicht bekannt. Da es jedoch keine künstlichen Biotiker in der Galaxie gibt, dürfte es keinen effektiveren Nutzen der Chemikalien geben. Ob irgendjemand in der Galaxie roten Sand nur wegen der biotischen Fähigkeiten nimmt, ohne abhängig zu sein, ist fragwürdig. Konsumenten von Rotem Sand nehmen in ihrem Drogenrausch oft an, sie würden über gewaltige Kräfte verfügen. Beispiele dafür sind Paul Grayson, der sich für einen der stärksten Biotiker hielt, obwohl er nur ein paar Papiere herumwirbeln konnte. Noch extremer war es bei Niftu Cal, der nach einer zwangsweise eingeflößten Dosis der festen Überzeugung war, ein biotischer Gott zu sein, obwohl sein kümmerlicher Warp kaum die Barriere von Captain Wasea ankratzen konnte.

Reaper[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Reaper nicht organische sind können sie zwar selbst keine Biotik einsetzen, aber sie verfügen über großes Wissen in diesem Bereich und zeigen offen Interesse an den Anwendungsmöglichkeiten. So waren sie in der Lage sowohl Saren Arterius als auch Paul Grayson mit Bbiotischen Kräften auszustatten, obwohl die beiden gar keine Biotiker waren. Über die Kollektoren versuchten sie, menschliche Biotiker zu Testzwecken zu kaufen, was aber fehlschlug. Auch einige Kollektoren waren in der Lage Biotik einzusetzen.

Während ihrer Invasion entwickelten sie sogar Soldaten aus den biotisch begabten Asari, die Banshees. Cerberus setzte durch ihre eigene Indoktrination ein paar Biotiker als Spezialkräfte ein, die Phantome. Inwieweit deren Biotische Kräfte allerdings auf die Reaper-Verbesserungen zurückzuführen sind ist unbekannt. Trotz ihrer Stärke und Intelligenz waren die Reaper beim Angriff auf Asari-Welten gezwungen, ihre übliche Taktik zu ändern, da sie die durchweg biotisch begabte Population nicht kontrollieren konnte.

Bekannte Biotiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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